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Eine runderneuerte Mauerkrone für den Turm

Die Burgruine Nordeck über dem Steinachtal ist derzeit eine Großbaustelle. Mit einem Kostenaufwand von 200 000 Euro lässt die Bayerische Staatsforsten das alte Gemäuer sichern. Dazu werden Steine ausgetauscht und neu verfugt. Bald soll das Wahrzeichen wieder zugänglich sein.

von Klaus-Peter Wulf; Frankenpost 11.09.2014

Stadtsteinach - Seit mehr als sieben Wochen ziert den maroden ehemaligen Wohnturm der Burgruine Nordeck über dem wildromantischen Steinachtal ein Baugerüst. "Wir haben zirka 30 Zentimeter der gesamten Mauerkrone abgetragen und dabei festgestellt, dass von den alten Steinen nur noch ein kleiner Teil wiederverwendet werden kann. Die Mauerkrone wurde deshalb mit frostsicheren Muschelkalksteinen aus Sommerhausen neu aufgesetzt. Sie wird in den nächsten Tagen fertig. Im gleichen Zuge werden nun außen und innen die Zementfugen zu 30 Prozent herausgestemmt", beschreibt der Vorarbeiter der Firma Preuße & Rätsch GmbH aus Weimar, Thomas Korsch, im Gespräch mit der Frankenpost die Arbeitsschritte.

Mit Hochdruck

Außen sind dann noch die weiteren Fehlstellen zu ergänzen. Mit einem Hochdruckreiniger wird anschließend die gesamte Außenhaut abgestrahlt und gereinigt. "Dann werden wir alle Mauern von außen und innen mit einer Hochdruckspritze ausfugen. Und um das Mauerwerk sichtbar zu machen, steht nach dem Aushärten erneut ein Abstrahlen an." Außerdem werden die Mitarbeiter der Firma die Hohlräume im Mauerwerk über Injektionsbohrungen mit Zementschaum verfüllen. Abschließend werden über Bohrungen 2,50 Meter lange Edelstahlnadeln eingesetzt und mit Zementleim verfüllt. "Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, sollten wir im Oktober fertig sein", ist Korsch optimistisch. Dann kann auch das Baugerüst wieder abgebaut werden.

Quelle: Frankenpost, 11.09.2014